Facebook lockert den Jugendschutz

Am 16.Oktober teilte Facebook im eigenen Block mit, das ab sofort die Einstellungen für Jugendliche geändert werden.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Einstellungen für Jugendliche so definiert, dass „Öffentliche“ Beiträge nur für Freunde sichtbar waren.
Diese Einstellungen sollten Jugendliche schützen und erst zum 18. Geburtstag geändert werden.

Der Datenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner äußert sich in einer Presseerklärung vom 17.10.2013 folgendermaßen:

„Das konterkariert alle Bemühungen von Datenschützern, Kinder und Jugendliche zu mehr Vorsicht, Zurückhaltung und Datensparsamkeit bei der Facebook-Nutzung anzuhalten. Facebook tut alles, um sogar mit Kinderdaten Geld zu verdienen und verkauft das am Ende auch noch als Datenschutz-Fortschritt“, so Wagner.

Gunnar Bender, der „Director Policy Facebook Deutschland“, äußert sich gegenüber Spiegel Online, dass er bei „den Jugendlichen“ das Bedürfnis sehe, eine größere Öffentlichkeit zu erreichen.

Er verweist in diesem Artikel auch auf politisch engagierte Teenager wie zum Beispiel das pakistanische Mädchen Malala Yousafzai, für die weitreichende Kommunikationsmöglichkeiten wichtig seien.

Facebook würde die Sicherheit von Teenagern sehr ernst nehmen, man hätte auf eine klare, verständliche Sprache geachtet“ und Warnhinweis-Popups mit dem Satz „Wusstest Du, dass öffentliche Beiträge von jedem gesehen werden können, nicht nur von Personen, die du kennst?“. Diesen Worten folgen eine sehr kleine Erklärung sowie eine weitere, kürzere Warnung – die sich „Tipp“ nennt – beim zweiten Posten für die Öffentlichkeit. Erklärt Gunnar Bender gegenüber Gulli.com einen unabhängigen IT- und Tech-Kanal.

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